Chapter 1: Wool - designed by nature, made for life
Chapter 2: Love for wool. Respect for sheep.
Chapter 3: A field trip to Patagonia: Meet our sheep.

Wool - designed by nature, made for life

Mit Wolle zeigt die Natur, wie sie uns oft weit überlegen ist: Wolle ist in vielerlei Hinsicht einfach genial, sodass es kaum etwas Besseres gibt als Woolwear.

Jahrtausende lang hat Wollkleidung im tiefsten Winter die Menschen bestens gewärmt und geschützt.

Was ist aber mit der innovativen Outdoor- und Funktionskleidung?
Diese Kleidung ist für die Umwelt oft ein Problem:
Outdoor-Kleidung besteht zum grossen Teil aus Erdöl – ein nicht-erneuerbarer Rohstoff mit einer schlechten Umweltbilanz.
Es lösen sich kleine Plastikpartikel, die bei jeder Wäsche ins Grundwasser gehen. Sie verschmutzen die Weltmeere und landen, im Bauch von Meerestieren, am Ende auf unseren eigenen Tellern. Dieses Problem gibt es bei dem Naturmaterial Wolle nicht.


Wolle hat Eigenschaften, mit denen kein anderes Material mithalten kann:
  • Wolle hält uns warm, wenn es draußen kalt ist, aber kühlt, wenn uns warm wird.
  • Sie kann Feuchtigkeit gut aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen.
  • Wolle ist atmungsaktiv
  • Schon ein kurzes Lüften reicht, damit Woolwear wieder angenehm riecht.
  • Dazu ist sie schmutzabweisend aufgrund der Faserstruktur.
  • Wolle kann tatsächlich Schweiß chemisch binden und lange neutralisieren.
  • Wolle glättet sich weitestgehend selbst, sodass Bügeln oft überflüssig ist.
  • Wolle entflammt nur sehr schwer.

Love for wool. Respect for sheep.


Leider gibt es echte Horror-Stories über einige Schaffarmen und über die Art, wie die Tiere dort behandelt werden.
  • Sie werden geschlagen und getreten.
  • Sie werden auf zu engem Raum gehalten, haben kaum Auslauf.
  • Die Schafe leiden unter Hunger und Durst.
  • Achtloses Scheren hinterlässt oft Schnittwunden, die sich entzünden.
  • Und dann ist da noch Mulesing, eine grausame Praktik in Australien, bei der große Hautlappen am Hinterteil der Schafe weggeschnitten werden. Dies soll einem Fliegenbefall vorbeugen, der nur deswegen vorkommt, weil die überzüchteten Tiere zu viel Wolle tragen.


Für ARMEDANGELS ist klar: Wenn wir Wolle verarbeiten, dann nur nachhaltig und tierfreundlich!

THE GOOD SIDE


Wir achten auf Zertifikate, aber gleichzeitig besuchen wir die Schaffarmen, um uns vor Ort ein Bild zu machen und gemeinsam mit den Bio-Farmern nach bestmöglichen Lösungen zu suchen.

Was uns wichtig ist:
  • Die Schafe werden tierfreundlich behandelt
  • Sie leben das ganze Jahr frei in den Weiten Patagoniens
  • Nur 1 x im Jahr kommen sie zur Schur
  • Sie haben ausgiebig Futter und Wasser in der freien Natur
  • Unsere Farmen sind biozertifiziert. Es folgt kein Einsatz von Pestiziden
  • Bei möglichen kleineren Verletzungen erfolgt fachgerechte Behandlung
  • Es gibt bei unseren Bio-Schafsfarmen kein Mulesing
  • Wir setzen nur Bio-Schurwolle ein
  • Unsere Woolwear entspricht den GOTS-Richtlinien
  • Unsere Feinstricker sind FairWear auditiert

A field trip to Patagonia: Meet our sheep.


ARMEDANGELS hat in Argentinien die beste Bio-Schurwolle für die ARMEDANGELS Kollektion gefunden. Um langfristig mit unserem Partner gut zusammenzuarbeiten, ist uns kein Weg zu weit: im Dezember war Julia Kirschner, Sustainability Managerin bei ARMEDANGELS, im tiefsten Süden Patagoniens, um unsere Schafe zu treffen. Ein Reisetagebuch.

Es war Dezember – Anfang der Schursaison – als Julia in Ushuaia landete. Von der südlichsten Stadt der Welt ging es zu einer Farm im Inland von Patagonien. Hier leben die Schafe für die Bio-Schurwolle, die in ARMEDANGELS-Woolwear zum Einsatz kommt. Julias Auftrag ist klar: „Siegel sind eine tolle Sache,“ sagt sie, „aber es ist immer noch am besten, die Abläufe mit eigenen Augen zu sehen.“ Julia ist nach Argentinien gereist, um mit den Gauchos, Scherern und dem Bio-Farmer zu sprechen.
ARMEDANGELS hinterfragt die Abläufe und Details, um zu verstehen, wie es den Menschen, Tieren und der Natur noch besser gehen kann.
"Oft stehen Interessen im Widerspruch. Wir lieben die Herausforderung, vor Ort neue Lösungen gemeinsam zu entwickeln, sodass alles auch wirtschaftlich nachhaltig ist. Wir wollen so transparent und ehrlich wie möglich sein. Es gibt immer etwas zu verbessern. Uns ist wichtig, dass die Kunden bei uns wissen, wo sie dran sind.“


Nach ein paar Tagen auf der Farm ging es für Julia weiter nach Trelew.
In der weiter nördlich gelegenen Stadt steht die Fabrik, in der die „greasy wool“ von der Farm gesäubert und gekämmt wird. Das Endprodukt:
Die dicke, weiße und fluffige Bio-Schurwolle, die sich später auch in ausgewählten ARMEDANGELS-Teilen wieder finden wird.